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Die Geschicte
Olympisches Langlaufstadion | Tesero

Olympisches Langlaufstadion

f. canal | lago di tesero

Das Langlauf- und Biathlonzentrum Fabio Canal ist eine Sportanlage in der Ortschaft Lago, Gemeinde Tesero, im Val di Fiemme in der Autonomen Provinz Trient. Die in den 1990er-Jahren für die Nordischen Skiweltmeisterschaften errichtete Anlage wird die Wettbewerbe der XXV. Olympischen und Paralympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 ausrichten.

Die Idee zum Bau eines Langlaufzentrums entstand Mitte der 1980er-Jahre, als die Bewerbung des Val di Fiemme für die Austragung der ersten Nordischen Skiweltmeisterschaften im Trentino geprüft wurde.

Als Standort wurde Lago di Tesero gewählt, da es zentral im Tal liegt, leicht erreichbar ist – insbesondere über die eigens für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1991 errichtete Talstraße SP232 der Val di Fiemme – und auch bei ungünstigen Wetterbedingungen zuverlässig beschneit werden kann. Das Stadion befindet sich in unmittelbarer Nähe des linken Ufers des Avisio, aus dem das für die technische Beschneiung benötigte Wasser entnommen werden kann.

Langlaufstadion tesero
Eine Geschichte großer Sportereignisse
FIEMME 1991
Nordischen Skiweltmeisterschaften
FIEMME 2003
Nordischen Skiweltmeisterschaften
FIEMME 2013
Nordischen Skiweltmeisterschaften
FIEMME 2014 JUNIOR&U23 
Nordische Junioren- und U23-Skiweltmeisterschaften
115 Wettbewerbe
LANGLAUF WELTCUP
49 Wettbewerbe
Nordische Kombination Weltcup
18 Wettbewerbe
PARA LANGLAUF WELTCUP
24 Wettbewerbe
PARA BIATHLON WELTCUP
Winter-Universiade Trentino 2013
Olympische Winterspiele Milano Cortina 2026
20 AUSGABEN DER TOUR DE SKI
Paralympische Winterspiele Milano Cortina 2026
Langlaufstadion tesero
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20 AUSGABEN DER TOUR DE SKI
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BAU
FIEMME 1991
FERTIGSTELLUNG
FIEMME 2003
MODERNISIERUNG
FIEMME 2013
UMBAU
MILANO CORTINA 2026
geschichte
die geschichte

Nach der Vergabe der ersten Nordischen Skiweltmeisterschaften im Jahr 1988 wurde im Fondovalle ein geeignetes Gebiet für den Bau des Langlaufstadions ausgewählt, ausgehend von einer 17 km langen Grundloipe. Die Wahl fiel auf dieses Areal in Lago di Tesero, da es eine zentrale Lage aufweist und den Bau der Anlage unter größtmöglicher Schonung der Umwelt ermöglichte, wobei die Rodung von Bäumen sowie Erdbewegungen auf ein Minimum beschränkt werden konnten.

Das Langlaufstadion von Lago di Tesero wurde im Hinblick auf die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2003 umfassend modernisiert. Dabei entstanden insbesondere jene Einrichtungen, die für einen reibungslosen Ablauf von Wettkämpfen unerlässlich sind, zugleich jedoch auch außerhalb von Veranstaltungen genutzt werden können. Im Einzelnen wurden eine Eissporthalle, Büros für den Skiverleih und die Skischule, neue Tribünen, eine Bar mit Restaurant sowie verschiedene technische Räumlichkeiten (für die Skiwachspräparation und Umkleideräume) errichtet. Darüber hinaus wurden neue Parkflächen geschaffen, die Beschneiungs- und Beleuchtungsanlagen erweitert und modernisiert. Abschließend wurden die Loipen überarbeitet, saniert, angepasst und teilweise verbreitert, um ein modernes und leistungsfähiges Stadion zu schaffen.

Mit der Vergabe der dritten Nordischen Skiweltmeisterschaften, die 2013 ausgetragen wurden, wurde das Stadion erneut erweitert und modernisiert. Ausgangspunkt der Maßnahmen war der Bau einer unterirdischen Garage und eines Lagerbereichs mit einer Gesamtfläche von 2.000 m², die während der Veranstaltungen vom internationalen Rundfunkzentrum (IBC) genutzt werden und zudem als Garage für Pistenfahrzeuge dienen. Im Zielbereich wurde außerdem das Kommentatorengebäude errichtet, das über 24 Kommentatorenkabinen, einen Gemeinschaftsraum mit Teeküche, weitere Mehrzweckräume sowie das Dopingkontrollzentrum verfügt.

Darüber hinaus wurden die Wettkampfbüros und das Pressezentrum erweitert, wodurch zusätzliche Räumlichkeiten geschaffen wurden, die auch nach den Veranstaltungen genutzt werden können. Heute befinden sich dort unter anderem eine Tanzschule und die Skischule. Die Loipen wurden zudem an die neuen FIS-Standards angepasst und die Beschneiungsanlage weiter ausgebaut, um den Anforderungen internationaler Wettkämpfe gerecht zu werden.

Das Langlaufzentrum „Fabio Canal“ in Lago di Tesero, Austragungsort von drei Nordischen Skiweltmeisterschaften sowie Hunderten von Weltcuprennen, wird im Hinblick auf die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 umfassend modernisiert und erweitert. Ziel der Maßnahmen ist es, die Anlage noch effizienter zu gestalten und an die neuesten internationalen Standards anzupassen, damit sie weit über das olympische und paralympische Ereignis hinaus genutzt werden kann.

Das vom Internationalen Olympischen Komitee geforderte und von der Stiftung Milano Cortina 2026 sowie der Autonomen Provinz Trient unterstützte Konzept der „Legacy“ und Nachhaltigkeit bildet einen zentralen Bestandteil des gesamten Projekts. Ziel ist es, eine möglichst moderne und funktionale Sportanlage zu schaffen, die zugleich nachhaltig ist und langfristig genutzt werden kann – auch außerhalb der Wintersaison.

Nachfolgend werden die wichtigsten Umbaumaßnahmen im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2026 vorgestellt: 

  • Unterirdischer Bereich: Direkt neben dem Start- und Zielgelände entstehen 20 Wachskabinen sowie 20 Umkleidekabinen. Diese für das Zentrum bislang fehlende Infrastruktur ist von grundlegender Bedeutung und ermöglicht es erstmals, den Wachsbereich in unmittelbarer Nähe zum Startbereich unterzubringen.
  • Erweiterung und Modernisierung des FISI-Labors: Das bestehende Gebäude wird um zwei zusätzliche Stockwerke erweitert. Dort entstehen Räumlichkeiten für funktionelle Leistungsdiagnostik sowie ein Kraft- und Trainingsbereich. Mit dieser Erweiterung würde das Zentrum auf nationaler Ebene eine einzigartige Stellung einnehmen und könnte von der FISI als zentrales Leistungszentrum für Langlauf, Nordische Kombination und Biathlon genutzt werden.
  • Digitalisierung des Stadions: In Zusammenarbeit mit der Universität Trient und dem CeRiSM (Forschungszentrum für Sport, Berg und Gesundheit) in Rovereto wurde ein Projekt zur Digitalisierung des Stadions entwickelt. Seit 2021 besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Universität Trient und den Regionen Val di Fiemme sowie Val di Fassa, aus der verschiedene innovative Projekte hervorgegangen sind, darunter die Digitalisierung von Sportstätten.
  • Hostel: Die Unterkunft befindet sich im Kommentatorengebäude, das anlässlich der Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 errichtet wurde. Die Räume, die während der Weltcupveranstaltungen als Kommentatorenkabinen genutzt werden, werden im restlichen Jahr in Hostelzimmer umgewandelt und bieten Platz für mehr als 40 Gäste. Die Anlage verfügt über Sanitäranlagen, Umkleideräume und Duschen sowie über eine Küche und einen Mehrzweckraum, der als Speisesaal, für Besprechungen und Veranstaltungen oder als Gemeinschaftsraum genutzt werden kann.
  • Skirollerstrecke: Zur Ergänzung des Zentrums und insbesondere zur Nutzung während der Sommersaison (von Mai bis Oktober) wird im Jahr 2025 eine Skirollerstrecke mit einer rund 2,5 km langen Runde errichtet. Dadurch wird die Attraktivität und Nutzbarkeit der Anlage auch außerhalb der Wintersaison deutlich erhöht.