Skisprungstadion: Loc. Stalimen, 4
38037 Predazzo (TN)
Tel. 0462 508200 (info c/o Comune di Predazzo)
Direktor: Dino Degaudenz
In Predazzo befindet sich das imposante Schanzenstadion. Es wurde zwischen 1989 und 1991 errichtet und zählt zu den besten der Welt.
Seit den Weltcup-Wettbewerben der Vorweltmeisterschaften im Jahre 1990 wurden unzählige nationale und internationale Sprungwettbewerbe durchgeführt. Unter den bedeutendsten sind sicherlich die Bewerbe im Spezialspringen und in der nordischen Kombination der WM 1991 und 2003 zu zählen.
Viele weltbeste Springer aus allen Nationen haben sich beim Sommer-Grand Prix auf der Matte wie im Winter auf dieser Schanze bewiesen. Das Stadion wurde nach Giuseppe Dal Ben benannt. Er förderte die Werte des Sports im Fleimstal vor allem unter der Jugend.
Große Namen sind über diese Schanzen gesprungen. Denkt man nur an Matti Nikkaenen, Jan Bokloev, Ernst Vettori, Dieter Thoma, Jens Weissflog, Franci Petek, Bjorn Einar Romoeren, Janne Ahonen, Adam Malysz, Simon Amman. Den Sportgruppen der Finanzwache Predazzo und der Fiamme Oro Moena ist es zu verdanken, dass der Leistungssport in den Winterdisziplinen stets angespornt wurde. Bis in die Siebzigerjahre war das Skispringen hier reine Leidenschaft.
Heute ist es zu Wettkampfinteressen mit hohen Zielen geworden.
Die Gemeindeverwaltung von Predazzo hatte in den Siebzigerjahren ein Projekt für den Bau einer neuen Anlage am Ortsrand zwischen Predazzo und Ziano zur Ausschreibung gegeben. Dieses wurde jedoch aus Planungsgründen, aber vor allem wegen der hydrogeologischen Bedingungen blockiert. Im Tal gab es in den Sechzigerjahren eine kunststoffbeschichtete Schanze von 20 m, ein 35 m Schanze, die dann auf 40 und später auf 42 m verlängert wurde.
Zusätzlich gab es noch eine am Rollepass von 65 m. Einige davon existieren noch, werden jedoch nicht mehr benutzt. Dem Italienischen Sportverband ist es zu verdanken, dass Anfang der 80er Jahre in Predazzo eine 60 m Schanze errichtet werden konnte. Gleichzeitig stieg das Interesse für den Leistungssport mit vielen Springern aus dem Fleims- und dem benachbartem Fassatal.
Wesentlichen Anstoß für die Entwicklung des Skispringens wurde ohne Zweifel von der Sportunion Dolomitica Predazzo gegeben, die sich diese Disziplin wahrlich zu Herzen genommen hat. Erwähnt werden sollte hier Giuseppe Bernardi, der zum Skispringen durch seinen Sohn gestoßen ist, der auf nationaler Ebene ein aufstrebender Sportler war. Für Giuseppe Bernardi wurde das Skispringen zur Lebensaufgabe! Jahrelang hat er dafür nicht nur seine gesamte Freizeit gewidmet, sondern auch sein persönliches Engagement, um den Skispringern die besten Voraussetzungen für diesen faszinierenden Sport zu bieten.
Ende 1980, als dem Fleimstal endlich die Nordischen Skiweltmeisterschaften 91 zugesprochen worden waren, holte die Gemeinde von Predazzo das alte Projekt aus der Schublade für die Planung einer neuen, größeren Schanzenanlage. Doch eine neuerliche Ablehnung des Projektes mit Standort westlich von Predazzo war vorprogrammiert. Nach sorgfältiger Auswertung von Giuseppe Bernardi kam der Vorschlag, die Anlage im Gebiet Stalimen zu errichten, was den Anfang für den Bau bedeutete, die zu einer der weltbesten Anlagen werden sollte. Monatelange Projektstudien von Lado Gorisek, einem sehr geschätzten Techniker aus Kroatien, der Überwachung von Giuseppe Bernardi, der Bereitschaft vom Stadtrat für Sport der Provinz Trient, Ernesto Rigoni, aber vor allem die feste Überzeugung im Fleimstal, dass auch die internationalen Sprungwettbewerbe bedeutende Werbeträger für das Tal sein können, gab Anlass zur Realisierung der Schanzenanlage.
Die Bedenken der Umweltverbände wurden weitgehendst aus dem Raum geschaffen, als die Fachleute Priorität für eine umweltfreundliche Anlage gesetzt hatten, die sich perfekt in eine sehr schöne, grüne Zone integriert. Der Bau der Schanzenanlage war wahrlich ein beeindruckendes Werk, bei dem der Eindruck des Tales auf internationaler Ebene eine bedeutende Rolle spielte. Die Beharrlichkeit und Begeisterung waren die Quellen, die dazu beitrugen, in etwas mehr als zwei Jahren aus dem Nichts ein modernes Stadion zu bauen, das heute sehr gefragt ist. In wenigen Jahren wurde das Tal und Predazzo mit seinem Schanzenstadion ein bekannter und beliebter Ort für die Skispringer sowie bei den Gästen. Derzeit gibt es im Skisprungstadion sechs Schanzen: 135, 105, 65, 35 und 20 m. Sie wurden für die WM 91 gebaut. Eine weitere Schanze für Anfänger von 15 m wurde 1998 errichtet. Die Anlaufspuren sind mit Keramikguss ausgekleidet.
Der Aufsprung- und Auslaufplatz wurde mit Kunststoff bedeckt. Somit sind die Schanzen das ganze Jahr benutzbar. Dies ermöglicht den heimischen wie allen nationalen Skispringern im Training zu bleiben und wenn es mit dem Programmkalender zu vereinbaren ist, kommen verschiedene ausländische Mannschaften trainieren. Die sechs Schanzen befinden sich auf einem Areal von 30.000 qm und beinhalten einen Zubringerlift zu den Absprungrampen der zwei größeren Schanzen, ein Gebäude mit Rennbüro, Punkterichterbüro, EDV-Büro, Kommentatorenraum; Kabinen für die Punkterichter, elektronische Anzeigentafel für die Ergebnisse. Für Nachtsprungveranstaltungen ist das Stadion mit Flutlichtanlagen ausgerüstet. TV-Übertragungen können zur besten Fernsehzeit verfolgt werden. Dafür wurden auch fixe TV-Standplätze eingerichtet. Im Fleimstal wurde 1991 das erste Mal ein Nachtspringen im Programmkalender einer WM aufgenommen und somit Vorreiter für eine erfolgreiche Idee, die sich dann im internationalen Skisprungzirkus bewährt hat.
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Der neuerliche Zuspruch im Mai 2008 zur Austragung der nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 (zum dritten Mal in 22 Jahren), wird neue Schaffensimpulse für das Langlaufstadion geben. Vor allem für die TV-Übertragungen sind fixe Standplätze vorgesehen. Seit Sommer 2010 wird im Stadion fleißig an den Erneuerungen gearbeitet.
Unter den wichtigsten sind folgende hervorzuheben:
- Vergrößerung des Dienstgebäudes und des Pressezentrums, Besprechungsraum, neues Büro für die Marcialonga und FIS (während der Veranstaltungen), eine VIP-Zone, Sportsaal und Lagerräume.
- Bau einer Garage für die Pistengeräte und eines anschließenden Lagerraums.
- Gefrieranlage für die Anlaufspuren
- Renovierung der HS 67 Schanze, die seit zehn Jahren nicht mehr benutzt wurde
- Verbesserungsarbeiten am Richterturm, an den Beschneiungs- und elektrischen Anlagen
- Verbesserung der Verbindungswege im Stadion (inklusive Parkplatz für den Richterturm).
Das umweltfreundliche Schanzenstadion Dal Ben in Predazzo wird sich bereits bei den Vorweltmeisterschaften 2012 und dann bei der WM 2013 den Springern im neuen Kleid präsentieren. Große Aufmerksamkeit wurde den Zuschauern geschenkt, mit einem großen Areal von Parkplätzen, natürlichen Tribünen an den Seiten der Schanzen und Betontribünen im Auslaufbereich. Das Stadion erfasst ca. 15.000 Zuseher.
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